Anders als beim traditionellen Bogenschießen, bei dem man gerne ein Ziel trifft, versucht der diskordianische Bogenschütze quasi zu treffen ohne zu treffen. Der Parcours- oder Turniergang ist eine (und unsere) Form des Göttinendienstes. Meist ohne Orgel und salbungsvolle Reden, aber schleppt mal salbungsvolle Redner durch einen Parcours. Von der Orgel ganz zu schweigen. (Da erkennt man die christliche Vorprägung, ohne bias sind wir halt leider auch nicht. Aber nein, wir schleppen auch keine Utensilien anderer Religionen herum. Religion mag ja in Einzelfällen ganz lustig sein, wir finden sie aber eher unpraktisch. (Unsere eigene übrigens auch.))
Gemäß unseren Glaubensgrundsätzen, die auf der Zurückweisung der Göttin und den daraus entstandenen Schwierigkeiten fußen, wohnt jedem goldenen Apfel ein goldener Wurm inne, der ersteren als geliebtes Heim betrachtet. Nun, soweit kein Problem. Aber habt ihr euch das X- bzw Innenkill schon einmal genauer angeschaut? Es ist annähernd rund und folgt in der Formgebung eindeutig einem Apfel! Hier stehen wir vor dem Dilemma zwar möglichst gut treffen zu wollen, aber das geliebte Heim des goldenen Wurmes aus religiösen Gründen nicht verletzen zu wollen. Daher auch die Außenstehenden seltsam anmutende Wertung im religösen Bogensport, aber glaubt uns: Es hat alles so seinen Sinn. Eine Null schießen ist aus zeremoniellen Gründen dem Innenkill vorzuziehen. Außer, es ist nicht apfelförmig, dazu streitet die ständige Versammlung der Päpste noch.
Da wir schon gefragt wurden ob das unser Ernst sei: Ja klar. Sehen wir aus als wären wir übermäßig dem Scherze zugeneigt? Da gemäß des Pentabarf dem geschriebenen Wort zu glauben ist solltet ihr uns das auch glauben, das Niederbringen einer Lüge in die Schriftform ist Sünde!
Wir sind allerdings tollerant und akzeptieren auch religiöse Randgruppen, die das heilige Chao noch nicht erfahren konnten. Schießt mit uns, es könnte euer Leben verändern! (Über die Richtung der Veränderung, wenn man beim Schema “gut” vs “schlecht” bleiben möchte, müssten wir uns aber noch unterhalten. Genauso über die Frage, was genau denn gut oder schlecht ist. Und ob Veränderung als Selbstzweck eine “gute” Sache ist, oder einfach dem intrinsischen Streben des Menschen geschuldet ist. Wobei man ja auch den Eindruck gewonnen haben könnte, dass es vielen Menschen nicht um ein intrinsisches Streben geht und das eh alles Quark ist. Naja, ihr seht, die Lage ist schwierig. Lasst uns erstmal ein paar Stöckchen werfen!)